Der Prozess ist die eigentliche Architektur
Ein KI-Agent ist kein eigenständiges Produktversprechen. Er ist ein Baustein in einem Geschäftsprozess: Er liest Informationen, schlägt Schritte vor oder führt klar begrenzte Aktionen aus.
Deshalb beginnt ein belastbares Vorhaben nicht mit der Modellwahl, sondern mit Prozessgrenzen, Datenquellen und den Entscheidungen, für die ein Mensch verantwortlich bleibt.
- Welche Eingaben sind verbindlich und aktuell?
- Welche Aktion darf das System ausführen?
- Wo ist eine menschliche Freigabe erforderlich?
- Wie wird jeder Schritt nachvollziehbar protokolliert?
Datenzugang gezielt statt grenzenlos
Gute Ergebnisse entstehen nicht durch möglichst viele Daten, sondern durch passende, gepflegte und berechtigungsgesteuerte Datenprodukte. Suchindizes, APIs und operative Systeme brauchen klare Eigentümer und Qualitätsregeln.
Die KI-Schicht sollte diese Grenzen respektieren. Rollen, Quellenangaben und technische Richtlinien gehören daher in die Architektur und nicht in eine spätere Compliance-Checkliste.
Klein starten, betrieblich denken
Ein geeigneter Einstieg ist ein klar abgegrenzter Prozess mit sichtbarem manuellen Aufwand und überprüfbaren Ergebnissen. Schon im ersten Schritt sollten Monitoring, Fehlerwege und eine Abschaltmöglichkeit vorgesehen sein.